Sportliches im Kilt – die Highland Games

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Die Schotten sind ausgesprochen sportlich. Fußball, Rugby und Golf haben dort eine sehr große Fangemeinde, aber wenn es um den traditionellen Sport geht, der auf Nicht-Schotten vielleicht ein wenig befremdlich wirkt, dann sind es die Highland Games.
Ihren Ursprung haben die sportlichen Wettbewerbe im Hochland noch aus keltischer Zeit, denn damals haben die starken Männer die Zeit zwischen den Kriegen genutzt, um körperlich fit zu bleiben. Heute werden in jedem Sommer, in fast jeder schottischen Gemeinde Highland Games veranstaltet, an denen jeder teilnehmen kann. Eine Voraussetzung ist allerdings das Tragen
eines Kilts, wer keinen eigenen karierten Rock hat, der kann sich einen leihen. Zudem muss man den Patron der Games, einen ranghohen Clanchef um Erlaubnis bitten, die aber meistens erteilt wird. Die bekanntesten Highland Games finden in Braemar statt, ganz in der Nähe von Balmoral Castle, dem Sommersitz der englischen Königsfamilie.
Wie muss man sich Highland Games vorstellen? Zunächst geht es dabei nicht nur um sportliche Wettbewerbe, sondern das Ganze erinnert ein bisschen an einen ländlichen Jahrmarkt. Die örtlichen Farmer stellen ihr Vieh aus, es gibt eine
Tombola, Stände mit Kuchen und Kaffee, Karussells für die Kinder, Tanzvorstellungen und natürlich auch Pipes and Drums, also Musik mit Dudelsack und Trommel. Im Mittelpunkt stehen aber die „Heavy Games“, die etwas skurrilen, sportlichen Wettbewerbe.
In welchen Wettkämpfen müssen sich die starken Männer im Rock messen? Da wäre unter anderem der bekannte „Tossing the Caber“, das Werfen von Telefonmasten, früher waren es hingegen Baumstämme. Heute werden die bis zu 5,7 m langen und 60 kg schweren Masten so geworfen, dass sie sich einmal überschlagen. Nicht die Weite spielt hier eine Rolle, sondern vielmehr der Winkel, in dem die Masten wieder auf der Erde landen. Auch „Weight for Distance“ gehört zu den Werfwettbewerben. Hier kommt es darauf an, ein Gewicht von 25 kg so weit wie eben möglich zu schleudern. Eine Variante ist „Putting the Stone“, werfen mit einem Stein der 7,5 kg wiegt.
Sehr beliebt ist auch „Sheaf Toss“, wobei Säcke voll Heu mit einer Heugabel möglichst weit geworfen werden müssen.

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„Tossing the Wellie“ hat einen lustigen Hintergrund. Hierbei werden Gummistiefel geworfen und genau das haben früher die schottischen Frauen mit den schmutzigen Gummistiefeln ihrer Männer gemacht, wenn diese damit das Haus betreten wollten. Beim „Haggis Huri“ wird dann das schottische Nationalgericht Haggis weggeschleudert, ein mit Fleisch und Hafer gefüllter Schafsmagen. Was jeder verstehen kann, der diese Spezialtät einmal gegessen hat.
Weiterführende Artikel:
- Highland Games Termine 2010 Schottland
- Scottish Highland Festivals (familytravel.suite101.com)
- Men In Kilts: The Scottish Highland Games (chicagoist.com)

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